Pro-Ana und Magersucht: Pro Anorexia nervosa und Gefahren von Pro Ana
Ratgeber und Fragen zu: Essstörungen Gesundheit und Medizin Krankheiten Magersucht
Pro-Ana und die Gefahren der Magersucht: Die Pro-Ana Bewegung und die Publikationen von Magersüchtigen bzw. an Anorexia nervosa erkrankten Menschen nimmt immer weiter zu und zum Schutz der Jugend wurden diverse Pro-Ana (= Pro Anorexie bzw. Pro Magersucht) Blogs und Webseiten von der Bundesprüfstelle indiziert und daraufhin auch teilweise abgeschaltet.
Auch wenn die Pro-Ana Anhänger ihre krankhafte Magersucht als angeblich selbst gewähltes Schlankheitsideal bezeichnen und Pro-Ana von den, unter Anorexia nervosa leidenden Menschen, oft als Lebensstil verklärt wird, sollten Magersüchtige unbedingt ärztliche und psychologische Hilfe, sowie alle Unterstützung von Freunden und der Familie erhalten.
Eine unbehandelte Magersucht wird sich in der Regel im Laufe der Jahre verschlimmern und kann im Extremfall auch bis zum Tod führen!
Pro Ana und lebensbedrohliche Essstörungen: Was ist Pro-Ana?
Als Pro-Ana wird eine Bewegung aus den USA bezeichnet, bei der Magersüchtige untereinander kommunizieren und sich gegenseitig Tipps zur weiteren Gewichtsreduktion geben. Die krankhafte Magersucht (Anorexia nervosa) wird in diesen Foren als einzig wahres Schönheitsideal dargestellt und zusätzlich werden Ratschläge und Regeln verbreitet, um die krankhafte Magersucht der Betroffenen möglichst lange vor Freunden und der Familie zu verheimlichen.
Wer weitere Informationen zum Thema Magersucht als psychosomatische Krankheit sowie Symptomen und Risiken einer unbehandelten Anorexia nervosa sucht, sollte unbedingt Kontakt zu einem Fachmann bzw. Arzt aufnehmen, da hier schnellstmöglich ernährungstherapeutische Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Essstörungen und Untergewicht führen fast immer zu Erkrankungen der inneren Organe und mehr als 10% aller Fälle verläuft eine Magersucht tödlich!
In den letzten Monaten konnten Beobachter der Pro-Ana-Szene eine weitere Untergliederung der Pro-Ana Webseiten und Zusammenschlüsse von Pro Anorexia nervosa beobachten, denn mittlerweile gibt es Gruppierungen von Magersüchtigen, welche sich selbst als “With Ana” (Leben mit der Magersucht)  bezeichnen und sich Hilfe im Umgang mit der Krankheit und Tipps zur Überwindung der Magersucht geben und der weitaus gefährlicheren “Ana Til The End” (Hungern bis zum Ende) Gruppierung, welche bewusst den Tod durch Unterernährung in Kauf nimmt, da es in ihren Augen keine Alternative zu Anorexia nervosa zu geben scheint…
Pro-Ana Regeln und Gesetze: Thinspiration und Brief von Ana
Viele Pro Ana Webseiten werden inzwischen als geschlossenes Forum betrieben, zu denen nur Anhänger der Szene Zugang haben, aber sowohl auf deutschen, als auch internationalen Webseiten finden sich immer wiederkehrende Begriffe und Glaubensbekenntnisse
Pro Ana: 10 Gebote
- Wenn ich nicht dünn bin, kann ich nicht attraktiv sein!
- Dünn sein ist wichtiger als gesund sein!
- Ich muss alles dafür tun, dünner auszusehen/zu sein!
- Ich darf nicht essen ohne mich schuldig zu fühlen!
- Ich darf keine Dickmacher essen ohne hinterher Gegenmaßnahmen zu ergreifen!
- Ich soll Kalorien zählen und meine Nahrungszufuhr dementsprechend regulieren!
- Die Anzeige der Waage ist wichtiger als alles andere!
- Gewichtverlust ist gut, Zunahme ist schlecht!
- Du sollst nie glauben, Du bist schon dünn genug
- Du sollst dünn sein und nicht essen, denn das ist Zeichen von Willenskraft und Stärke
Diese sogenannten 10 Gebote von Ana sollten jedem klar machen, dass es sich bei der Pro-Ana Bewegung nicht um eine “harmlose Modererscheinung”, sondern um die Verharmlosung bzw. Förderung einer lebensbedrohlichen psychischen Störung geht!
Selbstverständlich können Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel in die Kommentare schreiben, jedoch werden wir alle Verweise zu eventuellen Pro-Ana Webseiten oder Pro-Ana Foren aus den Kommentaren entfernen!
Folgende Artikel sollten Sie ebenfalls lesen:
- Online Magazin Topthemen des Monats: Beliebte Artikel auf Lexakon.de
Top Themen und Artikel des Monats: Hier nun die versprochene Übersicht der beliebtesten Artikel unserer Besucher, welche natürlich auch in...
- Reizhusten Symptome und Behandlung bei trockenem Hustenreiz
Reizhusten und Hustenreiz behandeln: Fast jeder von uns hatte schon einmal das Pech unter trockenem und oft sehr schmerzhaften Reizhusten...

[...] Thema Diäten und dieser ganze Pro Ana Unfug ist normalerweise nicht mein Thema, aber an diesem Wochenende hatte der Tutsi mal wieder [...]
meine tochter ist 16 und ihre komplette clique ist von gothic, emo und pro ana wie besessen! in den letzen 6 monaten hat sie sich von 65kg auf weniger als 40kg heruntergehungert und lässt sich weder von uns oder freunden über die risiken der magersucht aufklären da wir angeblich “keine ahnung von ihrem leben” hätten und nur “dünne menschen wirklich cool sind”. der hausarzt rät schon zur überweisung in die psychatrie und wir haben angst das sich unsere kleine durch diese pro ana verbrecher noch zu tode hungert! wer uns helfen kann bitte melden! gerne schreiben wir auch unser email oder telefonnummer hauptsache unsere tochter lebt wieder wie ein normaler mensch!
@Sibbe67: Tu deiner Tochter den Gefallen und steckt sie nicht einfach in die nächstbeste Psychiatrie. Es gibt Fachkliniken, wo die Leute nicht einfach nur abgefertigt und (mit Tabletten) vollgestopft werden. Eure Tochter muss aber selber bereit sein dazu sonst ist eine Therapie für die Katz. Sieht so aus als würde das Mädchen nicht allzuweit entfernt von der ersten Zwangsernährung stehen, das rettet dann zwar evtl. ihren Körper, aber wenn sie dann nicht ewig so weitermachen will, sollte sie sich mit dem Gedanken anfreunden, dass eher (voll-)schlanke, gesunde Menschen cool sein können, nicht aber die Leute, die sich zugrunde richten. Ich kann euch nur wünschen, dass deine Tochter wenigstens bereit ist, die Sorgen, die sich alle machen, zu durchdenken. Damit sie dann den Weg raus finden kann aus dem vermeintlichen “Coolsein”. Ich wünsch euch alles Gute für die Zukunft und viel Glück.
… es gibt auch Beratungsstellen, da ist nicht gleich alles so “verbindlich” wie in einer Klinik. Vielleicht würden ein paar Gespräche einen guten Anfang geben.