Neurodermitis und Atopisches Ekzem: Hilfe bei atopischer Dermatitis
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Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit, die von einem starken Juckreiz und trockener Haut gekennzeichnet ist. Häufig beginnt Neurodermitis bereits im Kleinkindalter. Die Entstehung der atopischen Dermatitis wird sowohl von genetischen Faktoren als auch von Umwelteinflüssen begünstigt. Zahlreiche Stoffe aus der Umwelt, aber auch psychische Faktoren können Schübe auslösen oder die Symptome der Neurodermitis verstärken.
Der Begriff Neurodermitis stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals ging man davon aus, dass die Ursache der Hauterkrankung eine Nervenentzündung sei, was später jedoch eindeutig widerlegt wurde. Dennoch ist der Begriff Neurodermitis im Sprachgebrach wesentlich weiter verbreitet, als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis.
Neurodermitis Symptome und Beschwerden bei juckender Haut
Das Krankheitsbild ist heute in Deutschland unter den nachfolgenden Begriffen bekannt, wobei hauptsächlich die korrekte Bezeichnung atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis verwendet wird.
- Atopisches Ekzem
- Atopische Dermatitis
- Asthmaekzem
- Asthmaprurigo
- Beugenekzem
- konstitutionelles Ekzem
- Neurodermitis disseminata
- Neurodermitis diffusa
- Neurodermitis constitutionalis
- Neurodermitis atopica
- neurogene Dermatose
- neuropathisches Ekzem
- Prurigo Besnier
Das Hauptproblem für die Betroffenen einer atopischen Dermatitis ist der starke Juckreiz, der durch die empfindliche, oft verletzte Haut begünstigt wird. Er kann zum Beispiel durch Irritationen auf der empfindlichen Haut ausgelöst werden.
Die Betroffenen reagieren darauf mit Kratzen, welches zu weiteren Hautirritationen und somit einer Verschlimmerung des atopischen Ekzems führt. Dieser Teufelskreis trägt zur Aufrechterhaltung der Symptome einer Neurodermitis bei. Der Juckreiz ist besonders nachts stark, daher kommt es oft zum Schlafdefizit. Die daraus folgende Übermüdung und Leistungsminderung stellen für die Betroffenen häufig eine starke psychische Belastung dar.
Die Haut des Betroffenen unterscheidet sich von gesunder Haut dadurch, dass eine gestörte Barrierefunktion vorliegt. Daher äußert sich das atopische Ekzem insbesondere durch eine sehr empfindliche und trockene Haut, die oft auch gerötet ist. Sie ist besonders anfällig für äußere Reize, die zu Juckreiz führen können. Typische Stellen für die betroffene Haut sind insbesondere die Armbeugen, die Kniekehlen sowie die Hals- und Gesichtspartie.
Neurodermitis ist nicht heilbar: Auslöser de atopischen Ekzems
Auch wenn ein atopisches Ekzem oder eine atopische Dermatitis als nicht heilbar gilt, werden folgende Faktoren werden von den meisten Ärzten als auslösende Faktoren der Neurodermitis gesehen:
- Nahrungsmittel sowie Pollen von Gräsern und Blüten
- Tierhaare und der Kot von Hausstaubmilben
- Nikotin, Parfüm, Konservierungsstoffe und Umweltgifte
- Stress, aber auch Freude oder Anspannung
Im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung ist die Neurodermitis keine Kinderkrankheit, obwohl die atopische Dermatitis oft zum ersten Mal bei Kleinkindern auftreten kann. Viele Erwachsene leiden ebenfalls unter der juckenden, schuppenden Haut. Die Geplagten müssen lernen, mit atopischen Ekzem zu leben, denn eine Neurodermitis ist nach zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht heilbar.
Wer unter einer Neurodermitis oder atopischen Dermatitis leidet, kann seine Beschwerden dennoch lindern, denn Medikamente können ebenso gegen sie Symptome der Neurodermitis helfen wie alles, was Stress fernhält. Das atopische Ekzem wird immer häufiger beobachtet. Im Vergleich zur Mitte des 20. Jahrhunderts ist heute von einem vier- bis sechsmal häufigeren Auftreten der Neurodermitis auszugehen. Die Gründe dafür sind nicht eindeutig feststellbar.
Als mögliche Ursachen für die Verbreitung der Neurodermitis werden häufigere Allergien, veränderte Lebensumstände und verbesserte Hygiene diskutiert. Das atopische Ekzem gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Die Therapie besteht hauptsächlich aus der Behandlung der charakteristischen Hauttrockenheit und der äußerlichen Anwendung von entzündungshemmenden Wirkstoffen. Es stehen außerdem verschiedene weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, deren Wirksamkeit sich im Einzelfall erweisen muss.
Neurodermitis behandeln: Was lindert die Beschwerden?
Mittelpunkt der symptomatischen Therapie bei einer Neurodermitis ist die oberflächliche Behandlung der Haut. Dafür stehen Salben, Cremes und Lotionen zur Verfügung. Je nach Schwere und Art der Symptome eines atopischen Ekzems kommen unterschiedliche Präparate zum Einsatz.
Die tägliche Basispflege soll die Barrierefunktion der Haut stabilisieren, um die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Irritationen und Eindringen von Allergenen abzuschwächen. Abhängig vom Zustand der Haut kommen meist Salben und Lotionen zum Einsatz. Meist werden zur Linderung einer Neurodermitis Öl-in-Wasser-Emulsionen verwendet, bei sehr trockener Haut auch Wasser-in-Öl-Emulsionen. Eine weitere Möglichkeit zur Rückfettung der Haut sind Ölbäder. Sowohl warme als auch kalte nasse Umschläge können außerdem zur Linderung der Beschwerden bei einer atopischen Dermatitis angewendet werden
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Liebes Lexakon-Team,
vielen Dank für Euren Artikel zur Neurodermitis.
Zum Thema Behandlungen möchte ich eines gern ergänzen: Leider gibt es kein Geheimrezept, das bei jedem hilft.
Die tägliche Basispflege jedoch, die ihr auch angedeutet habt, ist immer die Grundlage für eine Stabilisierung oder Verbesserung der Haut. Also: täglich eincremen hilft nach unseren Erfahrungen sehr, wird allerdings häufig vernachlässigt (was einerseits auch verständlich ist, manchmal hat man einfach die Nase voll von der Hautpflege).
Darüber hinaus gibt es, wie ihr schon sagt, eine Vielzahl weiterer Behandlungsmöglichkeiten. Insbesondere die sogenannten “alternativen Heilmethoden”, die von Akkupunktur über Homöopathie, von spezieller Kleidung und Ernährung, von Darmsanierung über Stressreduzierung reichen, können dem Einzelnen mitunter langfristige Linderungen der Beschwerden bringen.
Manchmal fühlt man sich zwar so, als hätte man nach tausend Arztbesuchen gute Lust, keine weiteren Behandlungsarten auszuprobieren, ich würde Euch jedoch gern dazu ermutigen, weiter zu machen. Das gilt für Eltern neurodermitiskranker Kinder sowie für die Betroffenen selbst. Wir haben schon zahlreiche Erfolgsgeschichten von Patienten gehört, die ihren Weg gefunden haben, mit der Krankheit umzugehen und ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen.
Alles Gute,
Tim